Nazi Treffpunkt Schützengasse

via Autonome Antifa-Gruppe Weimar

Vor wenigen Wochen kritisierte die Autonome Antifa-Gruppe Weimar, dass sich im Weimarer Studentenclub Schützengasse wiederholt Neonazis aus der Umgebung trafen. In einer Email wandete sich darauf hin der Freundeskreis Schützengasse e.V. an die Gruppe und betritt den Vorwurf.

Wörtlich heißt es darin: „betreffs Eures Artikels „Nazi Securitys im Studentenclub Schützengasse“ interessieren uns insbesondere Eure Informationsquellen. Habt Ihr diese Informationen auf Wahrheit überprüft? Oder wollt Ihr einfach nur Mitbewerber schädigen? Im Gegensatz zu Eurer Blogsport Seite, findet sich auf der Internetpräsenz des Studentenclubs Schützengasse ein Impressum, um diese Vorwürfe hinterfragen zu können.

Der Vorwurf, dass sich im SC Schützengasse Neonazis treffen, ist einfach nicht Wahr

Nun nutze das Team der Recherche Weimarer-Land die wohl offensichtlichste Informationsquelle des SC, nämliche deren eigene Öffentlichkeitsarbeit, um die Vorwürfe erneut zu belegen. Bei größeren Veranstaltungen werden von Fotografen innerhalb der Partys Fotos gemacht und jene auf ihrer Facebookseite veröffentlicht.

Im folgendem sieht man unter anderen den Neonazi Chris Seelig, organisiert in der Aktionsgruppe Weimarer Land und den Autonomen Nationalisten Weimar, sowie Tom Röpnack welcher ebenfalls in der rechten Szene um Weimar keine unbekanntes Gesicht ist.

Und lieber Freundeskreis Schützengasse e.V. – ist der Vorwurf immernoch so unbelegt?

Wir raten dem Verein dringend zu überprüfen, wer ihren Laden besucht und Hinweise auf neonazistische Aktivitäten demnächst ernster zu nehmen.

Bis auf weiteres rufen wir dazu auf, den SC Schützengasse zu boykottieren und keine weiteren Veranstaltugen zu besuchen!

Neonazis wollen durch die Innenstadt marschieren

Neonazis wollen durch halb Weimar marschieren

Wie nun offenkundig bekannt soll der Neonazi- „Trauermarsch“ am 09.02. um 10:00 mit einer Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof beginnen. Wie schon im vergangenen Jahr möchten die Neonazis, rund um Michael Fischer, mit ihrer Demonstrationsroute den Goetheplatz für eine Zwischenkundgebung erreichen. Die Teilnehmerzahl der Rechten soll sich nach unseren Informationen unter 100 bewegen.
Neonaziwunschroute:
Nach dem Hauptbahnhof soll die Route dann über Carl-August-Allee, Karl-Liebknecht-Straße zum Goetheplatz führen. Hier soll eine Kundgebung stattfinden und über Schwanseestraße, Fuldaer Straße, Ernst-Thälmann-Straße, Schopenhauer Straße zurück zum Bahnhof.


Bürgerliche Proteste

Das Bürgerbündnis gegen Rechts mobilisiert mittlerweile für um 9:00 Uhr zu einem noch nicht festgelegten Platz. Ob von ihrer Seite am Tag eine Informationsstruktur besteht schien noch unklar.

Weitere Informationen folgen…

Nazi-Demo am 9.2. in Weimar angekündigt

Wie schon im Februar 2012 mobilisert die Aktionsgruppe Weimarer Land für den sog. Gedenkmarsch für die „Opfer des aliierten Bombenholocaust“. Im vergangen Jahr lief eine lächerlich kleine Gruppe von unter 30 Mann (inklusive Zivilpolizei) durch das Bahnhofsviertel der Weimarer Nordvorstadt. Mehrere eher lachhafte und schauderhaft gesprochene Redebeiträge von Michel Fischer und Phillip Miene folgten an der Ecke Fuldaerstraße/Bertuchstraße, welche die Neonazis selbst auf Youtube veröffentlichten.

Nach unseren Informationen handelt es sich bei dem Anmelder erneut um den Stadt bekannten Neonazi Michel Fischer, welcher sich in letzter Zeit in Zusammenarbeit mit den FK EF eher in Erfurt und Umgebung „engagierte“.

Es gilt deutlich zu machen, dass der 09.02. kein Trauertag, sondern ein Feiertag ist. Wir feiern die Allierten, die Deutschland letzlich von Faschismus befreit haben. Es gilt zu verhindern, dass die Neonazis, mit Blickrichtung zum ehemaligen KZ Buchenwald, die Zerstörung der Stadt betrauern.

Klar ist, dass Michel Fischer und sein Trüppchen systematisch versuchen wollen in Weimar, ähnlich Magdeburg und Dresden, einen Trauertag zu etablieren. Ungeachtet dessen, dass sie es selbst nicht auf die Reihe bekommen werden, gilt es sich den Neonazis am 9.2. in den Weg zu stellen und den Aufmarsch mit allen Mitteln zu verhindern.

Pseudo-Volkstrauertage abschaffen!
Nie wieder Deutschland!

Anlässlich des 74. Gedenkens an die Opfer der Reichspogromnacht

via Autonome Antifa-Gruppe Weimar

Wir, AntifaschistInnen aus Weimar meinen, dass nur wenige Tage in der Geschichte so eng mit dem Nationalsozialismus und damit mit dem Antisemitismus verknüpft sind, wie die Reichspogromnacht. Der Versuch Adolf Hitlers und seiner Gesinnungsgenossen im November 1923 mit dem Marsch auf die Münchner Feldherrnhalle die „nationale Revolution“ vom Zaun zu brechen, endete zwar als größenwahnsinnige Farce, doch schon wenige Jahre später wurde der Traum der nationalsozialistischen „Revolutionäre“ Wirklichkeit. Am 9. November 1938 wurde ihre mörderische Ideologie in einem bisher unbekannten Maße praktisch. In der Nacht vom 9.11. auf den 10.11.1938 wurden in Nazideutschland hunderte Synagogen abgebrannt, jüdische Geschäfte zerstört und tausende von Juden in Konzentrationslager verschleppt. Die deutsche Bevölkerung sah diesem grausamen Treiben größtenteils widerstandslos zu. Viele beteiligten sich aktiv an dem Geschehen oder sahen weg, schließlich begann nun damit genau das in konsequenter Form umgesetzt zu werden, wofür man die NSDAP, die sich stets durch einen kompromisslosen und auf Vernichtung zielenden Antisemitismus profilierte, gewählt hatte. Dass große Teile der deutschen Bevölkerung diesen wahrhaften Antisemitismus teilten, dieser daher alles andere als eine Verrücktheit einer bedeutungslosen Minderheit, oder ein Manipulationsmittel der „herrschenden Klassen“, sondern oberster Zweck und Wesen des Nationalsozialismus war, darf beim Erinnern an die Opfer der Shoah nicht vergessen werden. Am heutigen Tag gilt es, die Erinnerung an die Opfer der deutschen Volksgemeinschaft aufrecht zu erhalten, um einem Vergessen dieser historisch einmaligen Gräueltaten entgegen zu wirken. Ebenso wichtig ist es aber, sich dafür einzusetzen, dass ähnliches sich nicht wiederhole, dass Antisemiten nicht nochmals die Möglichkeit erhalten, die von ihnen ersehnte Vernichtung aller Jüdinnen und Juden umzusetzen. Einzig der Staat Israel kann Juden heute einen gewissen Schutz vor einem globalisierten Antisemitismus bieten. Die Konsequenz aus dem in der Geschichte der Menschheit bisher einmaligen Zivilisationsbruchs der Shoah und dem Fortdauern ihrer Grundlage, der antisemitischen Ideologie ist für uns daher eine bedingungslose Solidarität mit allen Juden und Jüdinnen.

Gegen jeden Antisemitismus

Volkstrauertag abschaffen!

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Seit 1952 findet in der BRD jeweils zwei Sonntage vor dem ersten Advent der Volkstrauertag statt. Dieser Feiertag soll dazu dienen, den Toten beider Weltkriege zu gedenken: den Deutschen, aber auch deren Gegner_innen. Wie kaum ein anderer Gedenktag öffnet dieses Datum dem deutschen Geschichtsrevisionismus und Revanchismus Tür und Tor. Überhaupt offenbart die Einrichtung dieses Feiertages viel über den unverantwortlichen Umgang Deutschlands mit seiner Geschichte.

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