NPD Kundgebung vor dem Landtag und Verteidigung des schönen Scheins

Am morgigen Donnerstag hält die NPD, wie zuvor in vielen anderen Städten, im Rahmen ihrer Deutschlandtour eine Kundgebung vor dem Thüringer Landtag ab. Die Mobilisierung zu Protesten läuft durch die AKE – Antifaschistische Koordination Erfurt und mehreren Bürgerbündnissen seit mehreren Wochen. Die geplante „Antifaschistische Spielwiese“ im Beethoven Park ist unter dessen von der Ordnungsbehörde untersagt wurden. Ein weiteres Zeichnen auf welcher Seite die Stadtoberen der Stadt Erfurt, welche in letzter Zeit immer wieder in Verbindung mit Nazigewalttaten in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurde, stehen.

Besonders entsetzt stehen wir aber dem Vorhaben der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen entgegen. Jene scheinen unter dem Motto „Nazis abschirmen“ eine Reihe mit bunten Regenschirmen zu planen um die Faschistischen plakativ vom Thüringer Landtag „abzuschirmen“.

Dieser rein plakativen und sinnlosen Aktion stehen wir entsetzt gegenüber. Die Verteidgung des schönen Scheins scheint für diese oberste Priorität zu sein.

Spätestens nach dem Überfall auf das Kunsthaus Erfurt und der Angriff auf den Protestmarsch der Flüchtlinge zeigte die neue Stufe der Militanz und Gewaltbereitschaft der Neonazis aus Erfurt, Weimar und Umgebung.

Aufgrund der Tatsache, dass die Kundgebung der Nazis vor einem Regierungsgebäude statt findet lässt auf eine große Polizei Präsens schließen.

Wir rufen dazu auf:
- den Aufmarsch der NPD kreativ und entschlossen zu stören
- den Weltverbesserern von Bündnis 90/Die Grünen klar zu machen, dass wir nichts von plakativen und sinnfreien Aktionen halten

Aufruf der AKE:
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Donnerstag, 20.09.2012
15:00 Uhr
Thüringer Landtag

Kirmes in Sachsenhausen

Am Freitag wiederholt sich ein jährliches Spektakel in einem Vorort bei Weimar. Der Kirmesverein von Sachsenhausen veranstaltet sein „Fest für die ganze Familie“. In den letzten Jahren bestand das Event eher aus Alkoholexzessen und Schlägereien.

Immer wieder befinden sich auch die aus den umliegenden Dörfern stammende Nazis unter den Teilnehmern. Auch dieses Jahr haben viele Faschos angekündigt, sich wieder in das Getümmel der Kirmes zu stürzen, u.a. Kevin Armstroff, Tom Ropnäck, Phillip Utterodt, Philipp Miene, Dustin Bänder und Max Weber.

Das das Tragen von Thor Steinar Jacken, Hardcore-No Respect Shirts oder Good Night Left Side Buttons in den Dörfern, aber auch in der Innenstadt zur Normalität geworden ist, bleibt ein offenes Geheimnis. Weder die Stadt Obersten, noch die etablierten Bündnisse wollen sich eingestehen, dass Weimar, neben Erfurt, immer mehr zur rechten Hochburg wird.

Alle AntifaschistInnen, die am Freitag noch nichts vor haben, sollten sich überlegen der Kirmes in Sachsenhausen einen Besuch abzustatten.

Schwere Polizeiübergriffe in Weimar

Am 02.05. wurde der folgende Artikel auf Indymedia gepostet. Hier wird von schwerer polizeilicher Brutalität berichtet, welche eine neue Stufe der Repression in Weimar darstellt.
Wir sind solidarisch mit den Betroffenen der Repression. Eine neue Stufe jeder wurde in Weimar ist erreicht.

Fight Low and Order

Schwerer polizeilicher Übergriff
Verfasst von: Solidarität mit den Betroffenen. Verfasst am: 02.05.2012 – 20:40. Geschehen am: Freitag, 20. April 2012.

In der Nacht vom 19.04. zum 20.04. gegen 1.00 Uhr wurde eine vierköpfige Personengruppe (zwei männliche und zwei weibliche) von insgesamt einem Streifenwagen, einem Sixpack und einer Zivikarre angehalten und auf aggresive Art und Weise in Gewahrsam genommen. Im Folgenden ereigneten sich Vorfälle, die nicht nur die zur Norm gewordenen repressiven Vorgehensweisen der Bullen wieder einmal offenlegt, sondern die genau diesen Repressalien eine neue, brutale Qualität verleihen.

Trotz ungeklärten Tatvorwurfs wurden die vier Personen zur Polizeiinspektion Weimar gefahren und dort jeweils in einer Einzelzelle festgehalten. Ungewöhnlich war, dass alle Einzelzellen und die Sammelzelle mit Personen gefüllt waren und somit alle Kapazitäten, nach Aussage der Bullen zum ersten Mal, erreicht waren. Bis auf die vier Menschen waren die restlichen Gefangenen nicht dem linken Spektrum zuzuordnen.

Schon kurz nach der Ankunft wurden eine männliche und eine weibliche Person genötigt, sich vollkommen auszuziehen. Da sich die weibliche Person verwehrte wurden ihr die Klamotten und Körperschmuck durch die Beamt_innen abgenommen.

Während des gesamten Aufenthalts in den Zellen sahen sich die Betroffenen mit etlichen Diskriminierungen auf sämtlichen Ebenen konfrontiert. So wurden Personen von den Beamt_innen bespuckt, geschlagen und an den Haaren gezerrt. Begleitet wurde dies von permanenten rassistischen und sexistischen Aussagen, Witzen und Beleidigungen, wie z.B.: „Dir gehts als Ausländer in Deutschland viel zu gut, wir zeigen dir mal, was man mit dir in deinem Land machen würde.“, bis hin zum Immitieren der Bewegung beim Onanieren.

Zum wiederholten Male vergnügten sich die Bullen über den Tod zweier linkspolitischer Menschen, die sich im April 2010 in Weimar das Leben nahmen.

All die Diskriminierungen spitzten sich zum Nachteil einer der weiblichen Personen in der Zelle zu. Abgesehen vom ewigen, regelmäßigen Erscheinen in der Zelle ohne ersichtlichen Grund und das ebenfalls ewig andauernde An- und wieder Ablegen der Handschellen, das insgesamt 10-Stündige Verwehren von Wasser und den daraus resultierenden Schlafentzug, kam es zu weiteren Schlägen in das Gesicht der Betroffenen.

Anschließend wurden der Person die Oberarme auf den Rücken gefesselt und sie wurde an den Handschellen von einem Bullen minutenlang durch die Zelle gezerrt. Dann wurde von mehreren Beamt_innen auf die am Boden liegende Person eingetreten. Durch diese Handlungen von Seiten der Bullen kam es zu mehreren inneren und äußeren Verletzungen.

Gegen 10.00 Uhr am Morgen wurden alle vier Betroffenen der Gruppe verhört. Ihnen wurden sämtliche Vorfälle der vergangen Nacht vorgewurfen. So z.B. diverse Sachbeschädigungen, schwerer Eingriff in den Straßenverkehr, ein entstandenes Graffito u.a. …

Alle Personen verweigerten die Aussage. Anschließend durften sie die PI verlassen.

Über das Ausmaß physischer und psysischer Gewalt von Seiten der Bullen hier in Weimar sind wir nicht verwundert, vielmehr ist es ein Vorfall, der wieder einmal unverschöhnt darstellt, dass das machtideologische Vorgehen der Cops und damit des Staates vor nichts Halt macht. Genau aus diesem Grund ist es nunmehr notwendig der Staatsmacht die scheinbare Allmächtigkeit abzusprechen, bzw. deren Strukturen geziehlt und geplant anzugreifen.

Wir rufen auf sich mit den Betroffenen hier in Weimar und auf der ganzen Welt zu solidarisieren, organisiert Widerstand!

Naziübergriffe am 08. Mai in Weimar

Am heutigen Nachmittag zog eine 7-10 starke Nazitruppe durch Weimar. Schon gegen 13:00 Uhr wurden mehrere Neonazis in der Weimarer Innenstadt, Bereich Goetheplatz und Theaterplatz, gesichtet. Zuerst zogen diese nur mit einem Kasten Bier feiernd durch die Stadt. Gegen 13:30 Uhr ereignete sich die erste, von ihnen selbst provozierte, Eskalation in der Schillerstraße. Ein Weimarer Punk spielte auf einer Bank mit seiner Gitarre, mehrere Nazis gingen auf ihn los und beschimpften ihn als Zecke, ein paar Schläge ins Gesicht folgten. Da jener Vorfall nicht unbeobachtet blieb zogen die Nazis schnell weiter.
Gegen 14:45 kam es in der Marktstraße zu einem weiteren versuchten Übergriff. Ein alternativer Jugendlicher kam aus der Pizzeria „Da Antonia“, als er um die Ecke ging kamen 4 Nazis aus einer Einfahrt und schlugen dem Jugendlichen mehrmals ins Gesicht. Da auch dies nicht unbeobachtet blieb rannten die deutlich angetrunkenen Nazis Richtung Stadtpark.

Gegen 17:40 Uhr waren noch 2 bekannte Neonazis, beide komplett schwarz gekleidet, in der Schillerstraße. Ein tunesischer Jugendlicher, etwa 13 Jahre alt, fuhr mit seinem Fahrrad an beiden vorbei. Jene traten gegen den Hinterreifen, so dass der Jugendliche stütze und sich leicht an Armen und im Gesicht verletzte. Beide Nazis beugten sich über ihn und Beschimpfungen wie „scheiß und Drecks Ausländer“ folgten.

Momentan (19:10 Uhr) halten sich noch mehrere Neonazis im Stadtpark, am Busbahnhof und in der nähe des Stadionvorplatzes auf. Manche von ihnen scheinen deutlich alkoholisiert und aggressiv zu sein.
Passt auf euch auf!

Recherche der AAGW zum 01. Mai

Wenn ihr Informationen über die unten gezeigten Personen habt, meldetet euch bitte bei lokalen Antifa- und Recherche Gruppen.
aagweimar@riseup.net -PGP-Key-
alw-antifa@riseup.net -PGP-Key-

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